Leben mit der Natur

Was ist eigentlich … Paranormal?

Immer wieder hört man, gerade im Bereich der Naturheilkunde, die Begriffe ‚paranormal‘ und ‚esoterisch‘. Die meisten Menschen wissen aber nicht so genau, was dahinter steckt und „schwimmen auf einer Welle mit“, wenn sie dies in den Raum werfen. Daher beschäftigt sich der heutige Teil unserer Reihe „Was ist eigentlich … ?“ mit der Frage:

Was ist eigentlich … Paranormal?

Paranormal oder doch nicht?

In den Weiten des Internets gibt es eine sehr schöne Definition auf http://mysteriös.com/ insbesondere den ersten Satz möchte ich mit Euch teilen:

Als paranormal werden Ereignisse beschrieben, die sich nicht wissenschaftlich erklären lassen und die nicht auf natürliche Weise stattfinden.

Ok, also über den zweiten Teil des Satzes brauchen wir hier nicht reden, da unserer Meinung nach alles auf natürliche Weise stattfindet. Der erste Teil ist interessanter: Es ist also alles paranormal, was sich wissenschaftlich nicht erklären lässt. Soweit so gut.  Aber das erst mal zur Seite geschoben, wir kommen später darauf zurück. Kümmern wir uns mal um einen Begriff, der gerne im gleichen Kontext genommen wird. Oftmals wird er auch synonym benutzt, was aber bei genauer Betrachtung nicht so ganz korrekt ist.

Was ist Esoterik?

Sprechen wir von Begriff der Esoterik. Was ist esoterisch, was nicht? Die folgende Beschreibung stammt aus Wikipedia. Um genauer zu sein aus dem Unterpunkt „Allgemeiner Sprachgebrauch in der Neuzeit“:

Heute wird „Esoterik“ weithin als Bezeichnung für „Geheimlehren“ verstanden, wobei es sich laut Antoine Faivre de facto allerdings zumeist um allgemein zugängliche „offene Geheimnisse“ handelt, die sich einer entsprechenden Erkenntnisbemühung erschließen. Nach einer anderen, ebenfalls sehr geläufigen Bedeutung bezieht sich das Wort auf eine höhere Stufe der Erkenntnis, auf „wesentliches“, „eigentliches“ oder „absolutes“ Wissen und auf die sehr vielfältigen Wege, welche zu diesem führen sollen.

Schaut man sich dies nun genauer an, so ist es doch ein Unterschied, ob wir von Esoterik sprechen oder ob etwas paranormal ist (Anmerkung: Das heißt jedoch nicht, dass es sich gegenseitig ausschließt!).

Ist etwas esoterisch, so handelt es sich zunächst um ein Wissen bzw. um Erkenntnisse, welche nicht allgemein zugänglich ist. Ist etwas paranormal, so ist es durch die Wissenschaft nicht zu erklären. Im Bezug auf Naturheilkunde und Naturheilkundliche Verfahren ist es in der Tendenz also so, dass der Begriff der Esoterik oft nicht angebracht ist. Oft sollte der Begriff „paranormal“ eher gewählt werden. Denn wenn etwas nicht helfen würde, so würde es nicht genutzt. Die Frage nach dem „Wie?“ stellen sich viele Menschen schon nicht mehr.

Hier möchten wir mal ganz profan das Beispiel einer Tablette gegen Kopfschmerzen nehmen. Die Tablette wird bei Bedarf genommen und wenn die Kopfschmerzen verschwinden, dann freut man sich, dass die Schmerzen weg sind. Wie genau diese Tablette gewirkt hat interessiert (in der Regel) nicht. Und was, wenn diese Tablette lediglich eine Zuckertablette war und die Wirkung nur der berühmte Placebo-Effekt war? Die Schmerzen sind weg, die Tablette hat ihren Zweck erfüllt.

Früher paranormal, heute anerkannt …

Viele der (inzwischen) anerkannten Methoden waren früher als „paranormaler Hokuspokus“ verschrien. Zwei möchten wir hier hervorheben. Zum einen die Hypnose als Therapieform (Hypnotherapie) sowie EMDR (Eye-Movement-Desensitization and Reprocessing, eine Therapieform zur Behandlung von Traumata, insbesondere Posttraumatische Belastungsstörung). Für diese beiden Methoden wurden durch den ‚Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie‘ festgestellt, dass sie als „wissenschaftlich anerkannt gelten können“. Das bedeutet leider nicht, dass die Krankenkassen diese Methoden bezahlen, da sie nicht zu den Regelverfahren gehören … tja, aber das ist Thema für einen anderen Blogeintrag.

Abschließend bleibt zu sagen, dass Methoden und Verfahren, die genutzt werden kritisch betrachtet werden sollten. Natürlich gibt es Scharlatane und Quacksalber, die nur und ausschließlich auf das Geld ihrer Klienten aus sind und Gutgläubigkeit bzw. Verzweiflung ausnutzen. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass viel der inzwischen anerkannten Therapiemethoden früher als paranormal galten, wenn nicht sogar als esoterischer Humbug verschrien waren.

In diesem Sinne bleibt offen für Neues und hinterfragt trotzdem kritisch 🙂

Wir wünschen Euch ein paar schöne Tage zwischen den Jahren

Jens und Kristina Rhinow

PS: Hypnose ist ein wirksames Mittel insbesondere in vielen Bereichen der Psychotherapie und der Lebensberatung. Solltet Ihr hierzu Fragen haben oder Hilfe benötigen, sprecht uns gerne an. Über Hypnose wird noch ein separater Beitrag erscheinen.

Mutter Natur hat ihre Gründe

Ich habe gehört, dass es in der Schweiz derzeit so trocFederken und heiß ist, dass die Bäche austrocknen. Die Fische in den Bächen liegen buchstäblich auf dem Trockenen. Dass andere Tiere davon profitieren, scheint das Säugetier, der Gutmensch, nicht begriffen zu haben. Es springt in den Schlick und rettet die armen Tiere. Fischreiher & Co kucken in die Röhre.

Mutter Natur hat ihre Gründe

In Kalifornien hat es seit über vier Jahren nicht geregnet. Ich glaube, dass die vernünftigen Menschen dort nicht die Fische retten. Sie machen sich eher Gedanken, wie es sich die nächste Zeit ohne Regenwasser leben lässt. Einige Promis sind da ja so borniert, dass sie trotz Dürre ihre Swimmingpools volllaufen lassen. Frei nach dem Motto: Solange noch Wasser aus meinem Hahn kommt, kann das ja gar nicht so schlimm sein.

Der Mensch richtet mehr Schaden an, als dass er unserer Natur nutzt. Er hat mit dieser Aktion in beiden Fällen mehr Todesurteile unterzeichnet, als ihm bewusst ist. Wieder einmal.

Letzten Mittwoch, als ich Feierabend hatte, ging ich über den Parkplatz und mir kam eine angeschlagene Schwalbe voller Parasiten entgegengekrochen.
Ich hob sie auf und wusste, dass sie nicht durchkommen würde. Ich beruhigte sie weitestgehend und setzte sie auf den Grünstreifen. Weiter oben wurde ich von einer ausgewachsenen Möwe beobachtet. Diese schnappte sich den angeschlagenen Vogel, als ich weiterging und fraß ihn auf.

Das mag in euren Augen vielleicht herzlos von mir gewesen sein, dass ich den Vogel nicht eingepackt und zum Tierarzt gebracht habe. Aber die Natur hat ihre eigene Gesundheitspolizei und das war in diesem Fall die Möwe, die auch noch ein Küken zu versorgen hat. Wenn eine Maus verendet, die wie viele andere Wildtiere, von Geburt an schon mit Parasiten zu kämpfen hat, wie Flöhe und Milben als Beispiel, dann werden sich nach ihrem Tod die Fliegen und Ameisen drum kümmern.

Wenn ein Hase, Katze, Marder etc. an der Straße überfahren wird, wird in den meisten Fällen das Tier von mir oder anderen an die Straßenseite gelegt, dass nicht noch mehrfach drüber gefahren wird. Das ist Wertschätzung dem Opfer gegenüber und keine Einmischung in die Natur. Das Tier wird, zumindest hier oben bei uns, von Tiersammlern übernommen, wenn sie verständigt wurden. Wenn nicht, kümmert sich auch hier die Natur darum. Krähen und andere Aasfresser nehmen sich ihrer an.

Viele Menschen kommen mit dem Thema Tod immer noch nicht ganz klar. Dabei ist er das natürlichste auf der Welt. Unnatürlich dagegen sind künstlich verlängertes Leben, mit Konservierungsmitteln verseuchtes Essen und was uns sonst noch unsere Mitmenschen vorgaukeln wollen.

Ich gehe jetzt zum Wochenmarkt und kaufe krummes Gemüse, denn das ist Natur. Und die Natur hat Humor.

Rezept: Ginger Ale, Eistee und Kräuterlimonade

Hallo zusammen,

Kristina hat ein Video gemacht, bei dem Ihr seht, wie man kinderleicht Ginger Ale, Eistee und Kräuterlimonade selber machen könnt. Ein kleiner Fehler hat sich eingeschlichen … bitte nehmt nur 40 Gramm (statt 140) Ingwer !! Wasser dann je nach Geschmack.

 

Wir hoffen, dass Ihr etwas mit dem Rezept anfangen könnt und wünschen guten Appetit.

Viele Grüße

Jens und Kristina Rhinow

Lebensberatung in Wilhelmshaven oder: Unser Weg

7aWarum bietet jemand Lebensberatung in Wilhelmshaven an? Warum will man anderen Menschen helfen, dass es Ihnen besser geht? Und … was ist der Antrieb, den Jens und Kristina haben? Hier findet Ihr unseren Weg dahin einen Traum zu leben …

Lebensberatung in Wilhelmshaven

Die Frage „Warum sollte ich Psychologische Beratung oder Lebensberatung in Wilhelmshaven annehmen? Ich brauche so was nicht.“ ist berechtigt und wir wollen an dieser Stelle all denjenigen gratulieren, die tatsächlich keine Psychotherapie oder Psychologische Beratung/ Lebensberatung brauchen. Unserer Erfahrung nach ist es jedoch so, dass viele Menschen, die der Meinung sind, dass sie keine Hilfe brauchen oftmals dann doch dankbar sind, wenn sie ein offenes Ohr bekommen und mal reden können.

Aller Wahrscheinlichkeit nach sind es oft nur scheinbare Kleinigkeiten die man „schon schafft“, wie das Leben umkrempeln und dann heißt es „Augen zu und durch“ oder auch „Aufgeben gilt nicht“.

Aber wichtig zu wissen ist hier, dass man solch eine Situation nicht alleine durchstehen muss. Über Kurz oder Lang geht man dadurch kaputt und das kann vermieden werden. Es kann vermieden werden lange wegen eines BurnOut auszufallen. Es kann vermieden werden mit einem Nervenzusammenbruch in eine Klinik zu kommen. Und es kann absolut vermieden werden mehrere Wochen in eine Kur zu müssen, weil man sich selber zu viel zugemutet hat.

Wir haben uns vorgenommen den Menschen zu helfen und mit ihnen zusammen Lösungen zu finden. Teilweise hilft ein neutraler Blick auf die Situation und vielleicht mal eine andere Sichtweise auf Herausforderungen im Leben.

Mit den Menschen die zu uns kommen individuelle Lösungen finden. Wir leben unser Motto „Lösungen, so individuell wie die Menschen für die sie gedacht sind“ und das bedeutet für uns Lebensberatung. In Wilhelmshaven und Umgebung helfen wir gerne den Ratsuchenden.

Wie ging es los?

Wir beide (Jens und Kristina Rhinow) arbeiten beide in Unternehmen, die regelmäßig einen sehr stressigen Arbeitstag haben und immer mehr Potential für einen BurnOut bzw. Überlastung bieten. Dass hier regelmäßig Kollegen krank wurden, ist natürlich uns auch aufgefallen.

Nachdem wir beide den Grundkurs Tierkommunikation gemacht haben stellte sich klar heraus, wer in welche Richtung gehen will.

Kristina entschied sich zunächst für die Tierkommunikation.

Ich (Jens) entschied mich die Ausbildung zum psychologischen Berater zu machen mit dem Ziel die Amtsärztliche Prüfung zum Heilpraktiker, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, zu machen.

Was hat sich seit damals verändert?

Gefühlt hat sich nicht viel verändert …  viel 🙂

Kristina ist über die Tierkommunikation zurück zum ganzheitlichen Leben mit der Natur gekommen. Das schließt sich natürlich nicht aus. Tiere helfen uns und unterstützen uns. Das schöne hieran ist, dass dieser Weg vieles beinhaltet, was wir bei der Lebensberatung in Wilhelmshaven nutzen können und auch wollen (gerade das Thema Entspannung und Entschleunigung muss hier genannt werden). Außerdem ist sie als Tierkommunikatorin mit der Tierrettung Friesland in Kontakt um bei entlaufenen Tieren unterstützend zu helfen.

Ich (Jens) bin auf der Zielgeraden zur Prüfung (geplant Oktober 2015) und hab irgendwie etwas Bammel, ob das auch alles klappt. Aber das ist vermutlich normal. Seit dem ich angefangen habe zu lernen sind ein paar Zertifikate dazu gekommen. Ich habe die Ausbildung zum Ernährungs-/Gesundheitsberater, zum Bach-Blüten-Berater und zum psychologischen Berater hinter mich gebracht. Nebenbei bilde ich mich im Bereich Sport weiter (Trainingsmethoden etc.) weigere mich aber mich als Personal-Trainer zu bezeichnen, da dies nicht mein Hauptaugenmerk sein soll. Nun fehlt „nur“ noch die Heilerlaubnis. Ich bin hauptsächlich für die Videos und die technischen Sachen (Internetseite, Videoschnitt, Design der Visitenkarten etc. am PC) zuständig.

Natürlich wollen wir nicht verheimlichen, dass wir zwischenzeitlich auch geheiratet haben.

Wie geht es weiter?

Erstmal ganz klar vorweg: Die grundsätzliche Planung sieht vor, dass wir aktuell nach und nach Werbung machen und damit Kunden/ Klienten gewinnen, die uns dann auch gerne weiterempfehlen.

Als nächstes großes Ziel steht dann die Prüfung im Oktober und anschließend die Orientierung in Richtung Eigenheim mit einem Praxisbereich und einem Seminarraum und im Optimalfall einer kleinen Küche dabei. Aktuell ist es so, dass wir die Klienten zuhause betreuen müssen, was in einigen Fällen schwierig werden kann. Aber das ist eine Sache, die wir gern trotz allem behalten möchten. Niemand soll gezwungen sein zu uns zu fahren.

Für die nahe Zukunft sind weitere Videos auf Youtube geplant, die in Richtung Motivation gehen und mit Ausreden aufräumen sollen. Sobald das Wetter besser ist, werden wir auch Videos von Kräuterwanderungen machen und Euch ein wenig was zeigen. Auch Kurse an der Volkshochschule könnten wir uns vorstellen, aber das eher mittelfristig.

Die weitere Zukunft (wobei Zeit ist ja relativ) ist nur grob geplant. Wir sind Fans vom „Leben im Jetzt“ und möchten von daher ungern zu genau planen. Denkbar sind aber Seminare und Workshops in unserem geplanten Haus.

Unsere Jobs zu kündigen kommt aktuell für uns nicht in Frage, da wir immer noch gern in unseren Unternehmen arbeiten.

Warum die Ausbildungen und warum eigentlich unbedingt die Prüfung?

Die Ausbildungen werden gemacht um Euch ein breites Spektrum an Möglichkeiten zu bieten. Die meisten Ausbildungen greifen ja eh ineinander. Zum Beispiel kann ein psychologischer Berater seine Arbeit mit Bach-Blüten optimieren. Eine Ernährungsberatung hat immer psychologische Aspekte und nutzt in der Regel Methoden aus der Verhaltenstherapie (teil der Heilpraktiker beschr. auf Psychotherapie Ausbildung). Tierkommunikation ist wie oben beschrieben ein Teil des ganzheitlichen Lebens mit der Natur.

„Warum willst Du unbedingt die Prüfung machen?“ so oder ähnlich wurden schon mehrfach Fragen an mich gerichtet. Für die Antwort muss ich meist etwas ausholen, ich versuche mich hier aber kurz zu fassen:
So gut die Ausbildungen auch sind, die ich gemacht habe, so wenig darf ich heilen.

Im „Gesetz zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung“ (Heilpraktikergesetz) steht

HeilprG §1 Abs. 1: „Wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein, ausüben will, bedarf dazu der Erlaubnis.“

Nun könnte man sagen „Na dann heil halt nicht.“ Ansich ein guter Gedanke, aber wenn man durchliest, was das Gesetz sagt, was Heilkunde ist, dann wird’s eng:

HeilprG §1 Abs. 2: „Ausübung der Heilkunde im Sinne dieses Gesetzes ist jede berufs- oder gewerbsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen, auch wenn sie im Dienste von anderen ausgeübt wird.“

Ich darf also noch nicht mal gezielt darauf hinarbeiten, dass ich herausbekomme, was ein Klient hat, wenn ich die Prüfung nicht bestanden habe. Von Linderung oder Heilung brauchen wir da gar nicht reden. Und da ich ungerne einen Klienten wegschicken möchte, dem ich unter Umständen helfen könnte, ist die Konsequenz, dass ich die Prüfung ablege.

Fazit

Für uns ist es letztlich egal, wie man es nennt. Ob nun „Psychologische Beratung“ oder „Lebensberatung in Wilhelmshaven“ … wir wollen eine Beratung anbieten , die verschiedene Bereiche des Lebens abdeckt und auch verschiedene Ansätze hat. Individuell, wie das Leben selber und wie die Geschichten, die das Leben schreibt. Letzten Endes geht es uns nur um eins … um unseren Klienten … um Euch


UPDATE: Seit 2015 hat sich viel getan. Siehe auch Psychotherapie in Wilhelmshaven

Reisen und der Versuch der Kontaktaufnahme

Nach meinem Vertiefungskurs I, in dem ich unter anderem auch lernte in die Unterwelt zu reisen, beschloss ich mit Hilfe meines Krafttieres auch andere Welten zu besuchen, erforschen und zu begreifen.

So war ich in der Oberwelt und traf dort auf alte Freunde. „Ich bin wieder da.“, rief ich ihnen zu. Und sie antworteten lachend: „Das wurde aber auch Zeit.“

Dann gingen wir in die Totenwelt. Zum einen wollte ich wissen wie es da aussieht und zu anderen war ich neugierig, wer da Zwischenstation macht. Denn der Tod ist erst der Anfang und nicht das Ende, wie viele Menschen meinen.

Ich sah riesige Rinder- und Schweineherden über unendliche Weiten galoppieren. Fröhlich und ausgelassen rannten sie über die wogenden Felder. Kein Zaun hielt sie auf.

Was für ein schlimmes Leben sie auch unter uns Menschen erleiden mussten, hier waren sie frei und glücklich.

Es ist tröstlich zu wissen wohin sie nach ihrem Tod kommen. Wohin und wann sie dann weitergehen, entscheiden sie selbst. Genauso wie wir Menschen auch.

Ich habe die Vermutung, dass sich Komapatienten in diesen Welten verirren und nicht von sich aus zurückfinden. Zumindest sagt mir das meine Intuition und mein Krafttier hat es bestätigt. Um mich selbst davon zu überzeugen, wagte ich einen Schritt:

Der Freund eines alten Schulfreundes von mir, liegt seit einigen Monaten im Wachkoma. Wie er mir berichtete, macht dieser hin und wieder die Augen auf aber man weiß nicht genau, ob er seine Umgebung bewusst wahrnimmt. Er wird künstlich ernährt, atmet selbständig und hört seinen Partner wenn dieser mit ihm spricht. Der Freund nimmt auch andere äußere Reize wahr, zum Beispiel spürt er, wenn jemand fremdes im Raum ist. Dann wird er unruhig.
Ich frage also meinen alten Schulfreund, von dem ich wusste, dass er einen Draht zu „Übersinnlichem“ hat, ob ich mit seinem Freund Kontakt aufnehmen dürfte. Ich gab ihm aber keine Hoffnung, ob ich ihn finde, er mit mir redet und evtl. den Weg zurück findet. Er sagte, er nimmt alles an was helfen könnte. Somit hatte ich seine Erlaubnis was mich sehr freute.

Wenige Tage später besuchte ich meinen alten Schulfreund und seinen Freund und machte mir ein Bild. Prägte mir das Gesicht des Freundes gut ein, ging nach draußen zum Räuchern und um mich zu sammeln. Setzte mich dann mit meiner Handtrommel draußen auf mein Schaffell und trommelte mich in Trance. Ich landete ziemlich schnell in der Totenwelt.

Ich ging barfuß einen Sandstrand entlang. Kein Wind, stille See, keine Gerüche. In der Ferne sah ich einen jungen Mann. Er saß mit freiem Oberkörper im Schneidersitz im Sand und starrte aufs Meer. Kein Zwinkern, kein Atmen, keine Reaktion. Er ignorierte mich, als ich mich neben ihn setzte, mich vorstellte und ihm erzählte, dass alle – Familie und Freunde – auf ihn warten und er doch mitkommen möchte, dass dieser Strand nicht echt war. Dass er körperlos war. Er starrte weiter aufs Meer und als ich mich vor ihn stellte, sah er durch mich hindurch.

Ich gab nicht auf, weil ich mir sicher war, dass er mich hörte und verstand, dass er nur irgendwie nicht in der Lage war, auf mich zu reagieren, aufzustehen und mitzukommen. Ich nahm an, dass er vergessen hatte wie er an den Strand kam und deshalb vielleicht aus Angst lieber sitzen blieb. Ich sagte ihm: „Wenn du soweit bist zu gehen, dann steh auf, dreh dich um und geh diesen Tunnel vor dir bis zum Ende.“
Ich verabschiedete mich und ging meinen Weg zurück. Mehr konnte ich nicht tun, was mich leicht frustete.

Als ich im Garten meines Schulfreundes wieder zu mir kam, ging ich rein zu den beiden. Eine Reaktion während des Trommelns oder des Kontaktes konnte nicht festgestellt werden. Ich berichtete, dass ich seinen Freund zwar gefunden hatte aber er nicht mir geredet hatte und auch nicht mitkommen wollte.

„Einen Versuch war es wert.“, meinte mein Schulfreund.

Ich bedanke mich an dieser Stelle noch mal für das mir entgegengebrachte Vertrauen, dass ich diesen eher außergewöhnlichen Weg gehen durfte und somit meine Sinne weiterbilden konnte.