Psychotherapie

Warum es gut ist, den unnötigen Ballast los zu werden – Teil 1

Alles liegt auf Deinen Schultern?

Du weißt nicht mehr, wie Du alles stemmen sollst?

Du brichst unter der Last bald zusammen?

Im Moment kreist wieder ein Lied durch die Radios, welches sagt:

„Eines Tages fällt Dir auf, dass Du 99% nicht brauchst. Du nimmst den Ballast und schmeißt Ihn weg, denn es reist sich besser mit leichtem Gepäck“

(Silbermond – Leichtes Gepäck).

Wenn Du dich mit den Fragen oben angesprochen fühlst, dann wirst Du wissen, was Silbermond dort meint … darum betrachten wir heute mal die Frage:

Warum es gut ist, den unnötigen Ballast los zu werden

Bevor wir richtig los legen ist wichtig, dass man einmal prüft, was eigentlich Ballast ist, den es loszuwerden gilt. Dies bezieht sich natürlich, wie weiter oben angedeutet, nicht auf Kleidung, Ramsch und ähnliches, sondern ganz viel auf psychischen Ballast. Darum darf natürlich die Frage gestellt werden:

Was ist psychischer Ballast?

Psychischer Ballast ist immer dann vorhanden, wenn eine Belastung da ist, die nicht da sein dürfte oder in der jeweiligen Situation unpassend ist. Das kann verschiedene Gründe haben. Schauen wir uns mal einige Beispiele an, die wir uns selber aufladen:

  • Gern wird davon gesprochen, dass ‚die Arbeit mit nach Hause genommen wird‘
  • Auch kann es natürlich sein, dass eine Entscheidung aus der Vergangenheit uns keinen Frieden lässt
  • Oftmals gibt es auch Herausforderungen, wenn man die Zukunft betrachtet, da ein positives Denken hier wenig schwer fällt.

Dies sind nur ein paar Beispiele, auf die ich im weiteren Verlauf noch eingehen möchte.

Was passiert, wenn ich diese Last nicht los werde?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten diese Frage zu beantworten. Es ist vermutlich am zutreffendsten, wenn man sagt:

Es kann viel passieren, aber egal was passiert, ohne diese Last würde was bedeutend besseres dabei herauskommen.

Es kann zum Beispiel passieren, dass nichts passiert. Dies ist aber in diesem Fall sehr wörtlich gemeint. Eine Schreckstarre kommt und jeglicher Fortschritt wird unterbunden.

Wie Ihr selber darauf reagiert kann nicht gesagt werden, da jeder anders darauf reagiert.

Wie werde ich die oben genannten Beispiele los?

Hier können wir erst mal Tipps geben, die dabei helfen können ein Umdenken anzuregen. Über dieses Umdenken kann dann eine Veränderung tief in Euch drin wirken.

Was kann man machen, wenn man die Arbeit mit nach Hause nimmt?

  1. Zunächst einmal tief durchatmen und überlegt, warum Ihr den Punkt (denn oftmals ist es nicht viel was man mitgenommen hat) nicht los wird oder los geworden ist.
  2. Wenn es mehrere Punkte sind, dann versucht zu priorisieren, aber haltet es bitte einfach.
  3. Wenn es Sachen sind, über die Ihr reden könnt, dann redet darüber (mit Eurem Lebenspartner, einem Freund oder ggf. Eurem Tier 😉 )
  4. Bei Punkten, über die Ihr nicht reden könnt (Beispielsweise bei Geschäftsgeheimnissen) könnt Ihr folgende Technik recht gut nutzen
    1. Schließt die Augen und stellt Euch die Situation, die zu diesem störenden Punkt, den Ihr mit nach Hause genommen habt, möglichst lebhaft vor und begebt Euch in diese Situation hinein. Was habt Ihr gesehen? Was habt Ihr gehört? Was habt Ihr gefühlt?
    2. Während Ihr in dieser Situation seit, beobachtet, was in Eurem Körper passiert und atmet tief ein und aus.
    3. Lasst nun vor Eurem geistigen Auge mit jedem Ausatmen diese Scene verblassen, als ob Ihr jedes Mal beim einatmen klare, reine Luft einatmet und dieses Problem ausatmet
    4. Macht das so lange, bis diese Scene voll und ganz verschwunden ist
    5. Atmet noch ein paarmal tief durch und kommt wieder zurück ins hier und jetzt

Bonustipp: Der einfachste und offensichtlichste Tipp kommt hier am Schluss nochmal: Einfach nichts mit nach Hause nehmen. Wie man da vorgehen kann? Nun, hier kann viel aus dem Beitrag Türchen 17 – Zeit für Entspannung (insbesondere Punkt 2).

Was kann ich tun, wenn mir die Vergangenheit keinen Frieden lässt?

Die Beantwortung dieser Frage ist so banal, dass sie einer Erklärung bedarf … aber hier erst mal die Antwort:

Lasst die Vergangenheit einfach Vergangenheit sein.

Wie schon angekündigt muss es erklärt werden.

Nach meiner Auffassung hat die Vergangenheit die Aufgabe, dass wir aus ihr lernen können. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Vergangenheit ist ja vergangen und sie lässt sich (zumindest nach aktuellem Stand der Technik) nicht ändern.
Das ist aber auch gut so, denn wer sagt, dass wir noch leben würden, wenn die Vergangenheit ändern würden? Da wir leben ist alles so gelaufen, wie es sollte. Im Beitrag Lebensfreude – Die Freude am Leben als Prozess habe ich ein Beispiel geschrieben, was alles nötig war, dass ich hier diese Beiträge schreiben kann.

Versucht hier einen Perspektivenwechsel und über kurz oder lang könnt Ihr die Vergangenheit einfach Vergangenheit sein lassen. Denn, wie heißt es so schön:

Hinfallen, Krone richten, aufstehen, weiter machen.

Ich habe Angst vor der Zukunft … was kann ich tun?

Hier muss als Antwort immer eine zunächst eine Gegenfrage gestellt werden:

„Tust Du dein Bestes um das zu erreichen, was Du willst?“ (Meistens lautet die Antwort übrigens „Ja klar!“)

Dann brauchst Du keine Angst vor der Zukunft zu haben, denn Du tust ja Dein Bestes. Du tust das, was in Deiner Macht steht um die Zukunft zu beeinflussen. Wenn Du wirklich Dein Bestes tust und davon überzeugt bist, dass Du das erreichen kannst, was Du Dir vorgenommen hast … ja dann brauchst Du Dir doch keine Sorgen machen.

In Die Zukunft sehen kann niemand, dazu gibt es zu viele Variablen. Eine kleine Rechnung macht deutlich, was gemeint ist:

Nehmen wir an, dass Du auf Deinem Weg immer mal wieder Entscheidungen treffen musst. Nehmen wir weiterhin an, dass es jeweils nur zwei Möglichkeiten gibt, wie Du Dich entscheiden kannst (wie eine Weggabelung). Wenn nun egal wo Du lang gehst immer gleich viele Entscheidungen getroffen werden müssen, dann gibt es nach diesen zehn Entscheidungen bereits 1024 mögliche Varianten, was herauskommen kann. Bitte bedenke dabei, dass das nur Deine Entscheidungen waren. Nimmt man die Entscheidungen der anderen Menschen hinzu, so kommt man auf weitaus mehr mögliche Szenarien, die passiert hätten sein können.


Warum haben wir Angst vor der Zukunft?

Diese Frage ich mir oft gestellt. Warum haben wir Angst, wenn wir an die Zukunft denken?

Beleuchten wir einmal die verschiedenen Gründe etwas näher und betrachten, wo ggf. eine etwas andere Überlegung helfen kann:

  1. Ich weiß nicht ob mein Vorhaben Erfolg hat!
    • Dies weiß man leider nie. Aber wenn man es nicht probiert, dann scheitert man in jedem Fall.
  2. Ich habe zu hohe Erwartungen an mich!
    • Wirklich? Nun das ist doch super. Das ist die beste Voraussetzung, dass ein Projekt in Zukunft erfolgreich wird.
  3. Ich werde den Erwartungen nicht gerecht!
    • Welchen Erwartungen wirst Du nicht gerecht? Deinen eigenen? Nun, dann schau Dir nochmal Punkt 2. an. Wenn Du die Erwartungen der Anderen meinst, dann versuche Dich bitte von diesem Gedanken zu lösen. Die ‚Anderen‘ leben ja Ihr eigenes Leben und Du lebst Deins. Es reicht völlig aus, wenn Du mit Deinen Erwartungen zu tun hast.
  4. Ich glaube, dass ich das nicht schaffe
    • Wie bei so vielen Punkten muss hier die Frage sein: Warum? Niemand kann eine Garantie geben, dass etwas geht oder nicht geht. Wichtig zu wissen ist, dass:

      Die einzigen Grenzen sind die, die wir in unserem Kopf ziehen.

    • Oder wie Henry Ford sagte:

      Ganz gleich, ob sie denken sie können etwas oder sie können es nicht, sie haben recht.

      Gerne können wir dieses Thema mal besprechen, da ist dieser Beitrag aber zu kurz für. Dazu vereinbart doch bitte einen Termin unter Online-Terminbuchung oder schreibt uns an über Kontakt.


Was kann ich tun, damit ich mal abschalten und loslassen kann?

Das Einfachste ist, dass man sich einfach mal die Ruhe gönnt und entspannen kann. Einfach mal an nichts denken. Hier hilft eine geführte Meditation, wie ich sie unter Türchen 17 – Zeit für Entspannung schon mal gepostet habe (am Ende des Beitrags).

Gerne sind wir auch hierbei behilflich einmal Klarheit und Struktur in den Alltag zu bringen, damit man mit deutlich weniger Ballast durch das Leben laufen kann. Schreibt uns hierzu gerne an: Psychologische Beratung und wir vereinbaren einen unverbindlichen Termin.


Fortsetzung folgt …

Solltet Ihr weitere Fragen haben, so scheut Euch nicht uns zu kontaktieren unter: Kontakt

 

Bis dahin wünschen wir Euch eine schöne Woche

Jens und Kristina

Was ist eigentlich … Hypnose?

Immer wieder kommen Fragen auf, was eigentlich Hypnose ist und was man damit im Bereich der Psychotherapie machen kann.

Daher hier nun ein weiterer Teil aus der Reihe

Was ist eigentlich … Hypnose?

Wenn ich es in einem Satz beschreiben müsste, was Hypnose ist, dann würde ich sagen:

Hypnose ist ein konsequent zu Ende gedachter Gedanke.

So, oder so simpel kann man Hypnose beschreiben. Aber was meine ich eigentlich damit?

Jeder Gedanke, der in unserem Kopf existiert hat Auswirkungen auf unseren Körper und auf unseren Geist. Wenn man zum Beispiel einen Film anschaut, bei dem sich jemand schneidet, dann zuckt man oftmals zusammen und fühlt den Schmerz beinahe selber. Oder man dreht sich angewidert weg. All dies passiert, obwohl unser Verstand weiß, dass es nur ein Film oder eine Dokumentation ist. Weil man es sich aber so gut vorstellen kann hat es Auswirkungen auf unseren Körper und unser Denken.

Im Wesentlichen passiert bei einer Hypnose nichts anderes.

Wie funktioniert Hypnose?

Es ist letztlich so, dass man in Hypnose bzw. bei einer Hypnosesitzung nichts weiter macht, als dass man sich anleiten lässt sich etwas möglichst bildlich vorzustellen. Diese Anleitungen nennt man Suggestionen. Nachdem man in einen angenehmen Entspannungszustand geleitet wurde (die sogenannte hypnotische Trance oder einfach nur Trance genannt) werden die Suggestionen genannt und diese setzt man dann um. All das passiert unter absolut freiem Willen. Wenn man zu etwas aufgefordert wird, was man auch ohne Hypnose niemals machen würde, dann macht man es auch in der Hypnose nicht. Oftmals ist es auch das Unterbewusstsein, dass dafür sorgt, dass der natürliche Schutzschild funktioniert. Das ist absolut normal.

Letztlich sind also die Suggestionen und Anweisungen, die ein Hypnotiseur oder Hypnose-Therapeut gibt lediglich Angebote etwas zu machen. Diesem Angebot zu folgen, das ist die freie Entscheidung desjenigen, der hypnotisiert wird.

Bin ich hypnotisierbar?

Das ist auch eine Frage, die immer wieder gerne gestellt wird. Grundsätzlich würde ich auf diese Frage antworten: Grundsätzlich gehe ich davon aus.

Es gibt Aussagen, dass 90-95% der Menschen hypnotisierbar ist. Andere Angaben sagen, dass jeder der träumen kann hypnotisierbar ist.

Um es allgemein zu halten kann man aber problemlos sagen: Es kommt auf die Situation an. Wenn man in einer ruhigen Umgebung und entspannt auf einem Sessel sitzt, so ist es natürlich etwas anderes, als wenn man in einer gut frequentierten Fußgängerzone steht.

Auch reagiert jeder Mensch unterschiedlich auf Hypnose. Je nach Situation und persönlicher Hemmschwelle variiert das natürlich sehr, wie stark und ob man überhaupt hypnotisierbar oder besser gesagt suggestibel ist. Nicht ganz unwichtig ist natürlich auch, wie gut man den Hypnotiseur bzw. Hypnose-Therapeuten kennt und wie groß das Vertrauen hier ist.

Kann ich ohne Trance hypnotisiert werden?

Ja, das geht. Nur ist es in Trance einfacher komplexere Suggestionen umzusetzen und das Unterbewusstsein davon zu überzeugen, dass das völlig normal ist, was da gerade passiert. Ich habe schon Hypnosen gesehen, bei denen keine klassische Trance induziert wurde und bei dem ein Passant scheinbar mit einem Fuß auf der Straße festgeklebt war.

Oftmals reicht ein „Stell Dir mal vor …“ oder „Schließe die Augen, entspann Dich und stell Dir vor …“. Wichtig ist hierbei, dass eine Hypnose (egal welche) immer nur dann funktionieren kann, wenn man es zulässt. Wenn die Beziehung zwischen dem ‚Hypnotiseur‘ und dem Klienten gut ist und ein Vertrauensverhältnis da ist. Dann sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine Hypnose geschaffen.

Was ist Hypnose nicht?

Hypnose ist kein Schlaf! Zwar wird oftmals der Begriff ‚Schlaf‘ benutzt um eine Trance einzuleiten, aber das passiert nur, weil „Du schließt die Augen und sinkst in einen angenehmen Zustand der Entspannung“ doch recht lang ist 🙂

In dem Zusammenhang sollte auch erwähnt werden, dass man während einer Hypnose seine Umgebung komplett wahrnimmt. Man hört alles! Es ist vielmehr so, dass die Aufmerksamkeit und Konzentration geschärft sind.

Was kann mit Hypnose erreicht werden?

Durch eine Hypnose kann viel erreicht werden. Die Möglichkeiten, die Hypnose bietet reichen von der einfachen Entspannung (siehe Adventskalender 2016 – Türchen 17) über die Chance mit dem Rauchen aufzuhören bis zur Möglichkeit Ängste endlich loslassen zu können. Auch hier gilt natürlich, dass Hypnose keine Wunderwaffe ist.

Kann ich zu irgendwas gezwungen werden, was ich nicht will?

Kurz und knapp: Nein!

Niemand kann zu etwas gezwungen werden, was er nicht will. Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass eine Hypnose im therapeutischen Bereich nur dann funktionieren kann, wenn der Patient eine Änderung tatsächlich will.

Das heißt, dass z.B. ein Raucher, der nur seiner Familie zur Liebe mit dem Rauchen aufhören möchte und es nicht wirklich selber will es auch mit Hypnose recht schwer haben wird tatsächlich auf Dauer mit dem Rauchen aufzuhören.

Während wir die Praxis eröffnet haben (siehe auch Psychotherapie in Wilhelmshaven) sind wir aber zu dem Entschluss gekommen, dass die Menschen, die zu uns kommen natürlich Hilfe suchen und da der Wille in der Regel vorhanden ist.

Kann ich mich auch selber hypnotisieren?

Wieder kurz und knapp: Ja, natürlich!

Letztlich gehe ich sogar so weit und sage immer, dass jede Hypnose eine Selbsthypnose ist. Alleine die oben genannten Punkte haben mich zu der Überzeugung gebracht, dass jede Hypnose immer von einem selber ausgeführt wird.

Eine der bekanntesten Selbsthypnosen ist das Autogene Training. Hier lernt man eine Technik, den Körper zu entspannen und auch hier wird man zunächst angeleitet und kann diese Technik dann später zuhause selber ausführen.

Wie läuft eine Hypnose ab?

Kommen wir zum spannenden Teil: Wie läuft eine Hypnose ab?

Hypnosen sind letztlich immer ähnlich aufgebaut. Vor allem sollte der Klient vorab (!) informiert werden, was passiert und was Hypnose ist bzw. was sie nicht ist.

Eine klassische Hypnose findet im Sitzen oder im Liegen statt.
Folgende Punkte werden nacheinander durchgeführt:

  1. Einleitung einer hypnotischen Trance (die so genannte Induktion)
  2. Vertiefung der Trance
  3. Vorschläge zur Anpassung innerhalb des Unterbewusstseins (die so genannten Suggestionen)
  4. Herausführung aus der hypnotischen Trance in das Hier und Jetzt

Das war eine Hypnose im kurzen Überblick. Insbesondere im ersten Punkt (bei der Induktion) kann viel Zeit gespart werden um mehr Zeit bei der eigentlichen Veränderung zur Verfügung zu haben. Im Optimalfall hat der Klient schon einmal Hypnose erlebt und kann auf die Erfahrung zurückgreifen, wie es ist, wenn man in diesen angenehmen Zustand der Entspannung zurück sinken kann. Neben so genannten Blitz-Induktionen kann natürlich auch eine sehr kurze Einleitung genutzt werden.

Ist Hypnose anerkannt?

Ja und nein. Der wissenschaftliche Beirat Psychotherapie kam zu dem Schluss,  dass Hypnosetherapie als anerkannt gelten kann. Diese Anerkennung beschränkt sich laut wissenschaftlichem Beirat jedoch nur auf ein Krankheitsbild. Die meisten der vorgelegten Studien, die dem Beirat vorgelegt wurden, konnten jedoch nicht anerkannt werden. Dies bedeutet, dass die komplette wissenschaftliche Anerkennung fehlt.

Die Erfahrung zeigt aber, dass Hypnose in deutlich mehr Bereichen funktioniert, als nur in dem einen, der von der Wissenschaft, durch Studien belegt, anerkannt wird.

Welche Vorteile bietet mir Hypnose?

Durch Hypnose kann viel Zeit gespart werden, da Veränderungen direkt im Unterbewusstsein angesetzt werden können. Der Umständliche Weg über das bewusste Denken und Prüfen wird vermieden und eine Idee wird zu einem Gedanken, der Gedanke wirkt im Körper und bringt Ergebnisse hervor, die man selber vorher nicht für möglich gehalten hat.

Hypnose hat den Nebeneffekt, dass die Wirkung, die im Unterbewusstsein angeregt wird, noch nach der Sitzung und in den Tagen danach wirkt. Das ist beabsichtigt und fördert den Umgang mit den neuen Gedanken und Ideen.

In einer Selbstzahlerpraxis ist das von großem Vorteil, da hier neben der Zeitersparnis natürlich auch eine Ersparnis im Geldbeutel deutlich ist.

Fazit zur Hypnose

Hypnose ist kann ein tolles Mittel zur Unterstützung bei verschiedenen Herausforderungen sein. Es ist zwar keine ‚Wunderpille‘ und erfordert die aktive Mitarbeit des Klienten und natürlich, wie bei jeder Psychotherapie oder Lebensberatung, den Willen und Wunsch, dass etwas zu verändern.

Solltet Ihr noch Fragen zu Hypnose, Lebensberatung oder Psychotherapie haben, dann sprecht uns gerne an und oder vereinbart einen Termin und wir führen ein unverbindliches Gespräch.

Viele Grüße und eine angenehme Woche wünschen

Jens und Kristina

Was ist eigentlich … Paranormal?

Immer wieder hört man, gerade im Bereich der Naturheilkunde, die Begriffe ‚paranormal‘ und ‚esoterisch‘. Die meisten Menschen wissen aber nicht so genau, was dahinter steckt und „schwimmen auf einer Welle mit“, wenn sie dies in den Raum werfen. Daher beschäftigt sich der heutige Teil unserer Reihe „Was ist eigentlich … ?“ mit der Frage:

Was ist eigentlich … Paranormal?

Paranormal oder doch nicht?

In den Weiten des Internets gibt es eine sehr schöne Definition auf http://mysteriös.com/ insbesondere den ersten Satz möchte ich mit Euch teilen:

Als paranormal werden Ereignisse beschrieben, die sich nicht wissenschaftlich erklären lassen und die nicht auf natürliche Weise stattfinden.

Ok, also über den zweiten Teil des Satzes brauchen wir hier nicht reden, da unserer Meinung nach alles auf natürliche Weise stattfindet. Der erste Teil ist interessanter: Es ist also alles paranormal, was sich wissenschaftlich nicht erklären lässt. Soweit so gut.  Aber das erst mal zur Seite geschoben, wir kommen später darauf zurück. Kümmern wir uns mal um einen Begriff, der gerne im gleichen Kontext genommen wird. Oftmals wird er auch synonym benutzt, was aber bei genauer Betrachtung nicht so ganz korrekt ist.

Was ist Esoterik?

Sprechen wir von Begriff der Esoterik. Was ist esoterisch, was nicht? Die folgende Beschreibung stammt aus Wikipedia. Um genauer zu sein aus dem Unterpunkt „Allgemeiner Sprachgebrauch in der Neuzeit“:

Heute wird „Esoterik“ weithin als Bezeichnung für „Geheimlehren“ verstanden, wobei es sich laut Antoine Faivre de facto allerdings zumeist um allgemein zugängliche „offene Geheimnisse“ handelt, die sich einer entsprechenden Erkenntnisbemühung erschließen. Nach einer anderen, ebenfalls sehr geläufigen Bedeutung bezieht sich das Wort auf eine höhere Stufe der Erkenntnis, auf „wesentliches“, „eigentliches“ oder „absolutes“ Wissen und auf die sehr vielfältigen Wege, welche zu diesem führen sollen.

Schaut man sich dies nun genauer an, so ist es doch ein Unterschied, ob wir von Esoterik sprechen oder ob etwas paranormal ist (Anmerkung: Das heißt jedoch nicht, dass es sich gegenseitig ausschließt!).

Ist etwas esoterisch, so handelt es sich zunächst um ein Wissen bzw. um Erkenntnisse, welche nicht allgemein zugänglich ist. Ist etwas paranormal, so ist es durch die Wissenschaft nicht zu erklären. Im Bezug auf Naturheilkunde und Naturheilkundliche Verfahren ist es in der Tendenz also so, dass der Begriff der Esoterik oft nicht angebracht ist. Oft sollte der Begriff „paranormal“ eher gewählt werden. Denn wenn etwas nicht helfen würde, so würde es nicht genutzt. Die Frage nach dem „Wie?“ stellen sich viele Menschen schon nicht mehr.

Hier möchten wir mal ganz profan das Beispiel einer Tablette gegen Kopfschmerzen nehmen. Die Tablette wird bei Bedarf genommen und wenn die Kopfschmerzen verschwinden, dann freut man sich, dass die Schmerzen weg sind. Wie genau diese Tablette gewirkt hat interessiert (in der Regel) nicht. Und was, wenn diese Tablette lediglich eine Zuckertablette war und die Wirkung nur der berühmte Placebo-Effekt war? Die Schmerzen sind weg, die Tablette hat ihren Zweck erfüllt.

Früher paranormal, heute anerkannt …

Viele der (inzwischen) anerkannten Methoden waren früher als „paranormaler Hokuspokus“ verschrien. Zwei möchten wir hier hervorheben. Zum einen die Hypnose als Therapieform (Hypnotherapie) sowie EMDR (Eye-Movement-Desensitization and Reprocessing, eine Therapieform zur Behandlung von Traumata, insbesondere Posttraumatische Belastungsstörung). Für diese beiden Methoden wurden durch den ‚Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie‘ festgestellt, dass sie als „wissenschaftlich anerkannt gelten können“. Das bedeutet leider nicht, dass die Krankenkassen diese Methoden bezahlen, da sie nicht zu den Regelverfahren gehören … tja, aber das ist Thema für einen anderen Blogeintrag.

Abschließend bleibt zu sagen, dass Methoden und Verfahren, die genutzt werden kritisch betrachtet werden sollten. Natürlich gibt es Scharlatane und Quacksalber, die nur und ausschließlich auf das Geld ihrer Klienten aus sind und Gutgläubigkeit bzw. Verzweiflung ausnutzen. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass viel der inzwischen anerkannten Therapiemethoden früher als paranormal galten, wenn nicht sogar als esoterischer Humbug verschrien waren.

In diesem Sinne bleibt offen für Neues und hinterfragt trotzdem kritisch 🙂

Wir wünschen Euch ein paar schöne Tage zwischen den Jahren

Jens und Kristina Rhinow

PS: Hypnose ist ein wirksames Mittel insbesondere in vielen Bereichen der Psychotherapie und der Lebensberatung. Solltet Ihr hierzu Fragen haben oder Hilfe benötigen, sprecht uns gerne an. Über Hypnose wird noch ein separater Beitrag erscheinen.

Psychotherapie in Wilhelmshaven

Eine neue Praxis für Psychotherapie in Wilhelmshaven ist in den Startlöchern aber viele Fragen waren zu klären und etliche Hürden zu nehmen daher stellt sich die Frage:

Gibt es eine neue Praxis für Psychotherapie in Wilhelmshaven?

Ja, wir haben eine Praxis für Mensch und Tier eröffnet und eines der Angebote heißt Psychotherapie. In Wilhelmshaven wurde diese Praxis angesiedelt, da wir hier zuhause sind und uns heimisch fühlen. Und wir möchten unseren Klienten (egal ob es um Tierkommunikation, Ernährungsberatung, Entschleunigung oder Psychotherapie geht) in Wilhelmshaven und natürlich auch Umgebung Termine anbieten können, die außerhalb regulärer Arbeitszeiten liegen.

Die Prüfung ist bestanden

Ja das war natürlich eine der größten Herausforderungen. Die Überprüfung durch den Gutachterausschuss vom Gesundheitsamt musste Anfang des Jahres erst mal bestanden werden. Nach bestandenem schriftlichen Teil habe ich im Januar den mündlichen Teil erfolgreich hinter mich gebracht und knapp einen Monat später die (Achtung offizieller  Name) Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie bekommen und damit offiziell die Erlaubnis, dass ich tatsächlich Psychotherapie durchführen darf.

Aber was fehlte denn nun noch?

Zunächst einmal das Offensichtliche:

Die Praxisräume wollten gefunden werden. Etwas, das auf den ersten Moment nicht so schwer klingen mag ist auf den zweiten Blick etwas komplexer. Wie oben geschrieben suchten wir die Möglichkeit, dass wir Termine auch abends oder am Wochenende anbieten können. Dies hatte zur Folge, dass wir auf der Suche nach einem „Objekt“ waren, in welchem wir auch wohnen können. Früher war dies durchaus üblich (zumindest im Bereich der Selbstständigkeit). In unserer Zeit ist dies eine leichte bis mittelschwere Herausforderung etwas geeignetes zu finden. Sind die Räume super geeignet zum Praktizieren, dann hat man kein Bad. Hat man eine tolle Wohnung/ Haus gefunden, dann fehlen Räume, die als Praxis genutzt werden können.

Nun das nicht so Offensichtliche:

Nun, für die Eröffnung einer Praxis für Psychotherapie in Wilhelmshaven fehlten noch drei Punkte:

  1. Die Praxis musste beim Gesundheitsamt angemeldet werden. Der Hintergrund ist recht einfach: Das Gesundheitsamt ist die zuständige Aufsichtsbehörde und diese muss natürlich wissen, wo die Praxis ist und sie braucht natürlich auch die Erlaubnisurkunde als Kopie
  2. Die zuständige Berufsgenossenschaft musste über die Praxis informiert werden. Hier geht es darum, dass eine Pflicht zur Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft besteht (in meinem Fall die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege). Diese Anmeldung ist unabhängig davon, ob Angestellte beschäftigt sind.
  3. Es muss eine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Dies ist der einfachste Schritt und der Grund ist offensichtlich.

Wann geht’s denn nun los?

Diese Frage stellt sich immer wieder. Die Frage kann einfach umgedreht werden:

Wann meldet Ihr Euch bei uns?

Letztlich kann es sofort losgehen, da die o.g. Punkte erledigt sind und damit spricht nichts mehr gegen eine Psychotherapie. In Wilhelmshaven gibt es somit einen neuen Anlaufpunkt, wenn es darum geht Unterstützung bei Problemen zu erhalten.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen und wir freuen uns über Eure Nachricht.

 

Bei Fragen nutzt gerne das Kontaktformular.

Bis dahin wünschen wir Euch ein paar ruhige Tage.

Viele Grüße

Euer Jens