Mutter Natur hat ihre Gründe

Ich habe gehört, dass es in der Schweiz derzeit so trocFederken und heiß ist, dass die Bäche austrocknen. Die Fische in den Bächen liegen buchstäblich auf dem Trockenen. Dass andere Tiere davon profitieren, scheint das Säugetier, der Gutmensch, nicht begriffen zu haben. Es springt in den Schlick und rettet die armen Tiere. Fischreiher & Co kucken in die Röhre.

Mutter Natur hat ihre Gründe

In Kalifornien hat es seit über vier Jahren nicht geregnet. Ich glaube, dass die vernünftigen Menschen dort nicht die Fische retten. Sie machen sich eher Gedanken, wie es sich die nächste Zeit ohne Regenwasser leben lässt. Einige Promis sind da ja so borniert, dass sie trotz Dürre ihre Swimmingpools volllaufen lassen. Frei nach dem Motto: Solange noch Wasser aus meinem Hahn kommt, kann das ja gar nicht so schlimm sein.

Der Mensch richtet mehr Schaden an, als dass er unserer Natur nutzt. Er hat mit dieser Aktion in beiden Fällen mehr Todesurteile unterzeichnet, als ihm bewusst ist. Wieder einmal.

Letzten Mittwoch, als ich Feierabend hatte, ging ich über den Parkplatz und mir kam eine angeschlagene Schwalbe voller Parasiten entgegengekrochen.
Ich hob sie auf und wusste, dass sie nicht durchkommen würde. Ich beruhigte sie weitestgehend und setzte sie auf den Grünstreifen. Weiter oben wurde ich von einer ausgewachsenen Möwe beobachtet. Diese schnappte sich den angeschlagenen Vogel, als ich weiterging und fraß ihn auf.

Das mag in euren Augen vielleicht herzlos von mir gewesen sein, dass ich den Vogel nicht eingepackt und zum Tierarzt gebracht habe. Aber die Natur hat ihre eigene Gesundheitspolizei und das war in diesem Fall die Möwe, die auch noch ein Küken zu versorgen hat. Wenn eine Maus verendet, die wie viele andere Wildtiere, von Geburt an schon mit Parasiten zu kämpfen hat, wie Flöhe und Milben als Beispiel, dann werden sich nach ihrem Tod die Fliegen und Ameisen drum kümmern.

Wenn ein Hase, Katze, Marder etc. an der Straße überfahren wird, wird in den meisten Fällen das Tier von mir oder anderen an die Straßenseite gelegt, dass nicht noch mehrfach drüber gefahren wird. Das ist Wertschätzung dem Opfer gegenüber und keine Einmischung in die Natur. Das Tier wird, zumindest hier oben bei uns, von Tiersammlern übernommen, wenn sie verständigt wurden. Wenn nicht, kümmert sich auch hier die Natur darum. Krähen und andere Aasfresser nehmen sich ihrer an.

Viele Menschen kommen mit dem Thema Tod immer noch nicht ganz klar. Dabei ist er das natürlichste auf der Welt. Unnatürlich dagegen sind künstlich verlängertes Leben, mit Konservierungsmitteln verseuchtes Essen und was uns sonst noch unsere Mitmenschen vorgaukeln wollen.

Ich gehe jetzt zum Wochenmarkt und kaufe krummes Gemüse, denn das ist Natur. Und die Natur hat Humor.

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Jens Rhinow

Heilpraktiker für Psychotherapie bei Beratungspraxis Rhinow
Mein Anliegen sind die Menschen. Die Menschen als Ganzes. Jeder Mensch hat individuelle Schwierigkeiten mit seinem Leben, aber er bleibt ein Mensch, der ein Recht darauf hat glücklich zu sein und zufrieden zu leben. Das ist mein Ziel, was ich allen Klienten näher bringen möchte.
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