Warum es gut ist, den unnötigen Ballast los zu werden – Teil 1

Alles liegt auf Deinen Schultern?

Du weißt nicht mehr, wie Du alles stemmen sollst?

Du brichst unter der Last bald zusammen?

Im Moment kreist wieder ein Lied durch die Radios, welches sagt:

„Eines Tages fällt Dir auf, dass Du 99% nicht brauchst. Du nimmst den Ballast und schmeißt Ihn weg, denn es reist sich besser mit leichtem Gepäck“

(Silbermond – Leichtes Gepäck).

Wenn Du dich mit den Fragen oben angesprochen fühlst, dann wirst Du wissen, was Silbermond dort meint … darum betrachten wir heute mal die Frage:

Warum es gut ist, den unnötigen Ballast los zu werden

Bevor wir richtig los legen ist wichtig, dass man einmal prüft, was eigentlich Ballast ist, den es loszuwerden gilt. Dies bezieht sich natürlich, wie weiter oben angedeutet, nicht auf Kleidung, Ramsch und ähnliches, sondern ganz viel auf psychischen Ballast. Darum darf natürlich die Frage gestellt werden:

Was ist psychischer Ballast?

Psychischer Ballast ist immer dann vorhanden, wenn eine Belastung da ist, die nicht da sein dürfte oder in der jeweiligen Situation unpassend ist. Das kann verschiedene Gründe haben. Schauen wir uns mal einige Beispiele an, die wir uns selber aufladen:

  • Gern wird davon gesprochen, dass ‚die Arbeit mit nach Hause genommen wird‘
  • Auch kann es natürlich sein, dass eine Entscheidung aus der Vergangenheit uns keinen Frieden lässt
  • Oftmals gibt es auch Herausforderungen, wenn man die Zukunft betrachtet, da ein positives Denken hier wenig schwer fällt.

Dies sind nur ein paar Beispiele, auf die ich im weiteren Verlauf noch eingehen möchte.

Was passiert, wenn ich diese Last nicht los werde?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten diese Frage zu beantworten. Es ist vermutlich am zutreffendsten, wenn man sagt:

Es kann viel passieren, aber egal was passiert, ohne diese Last würde was bedeutend besseres dabei herauskommen.

Es kann zum Beispiel passieren, dass nichts passiert. Dies ist aber in diesem Fall sehr wörtlich gemeint. Eine Schreckstarre kommt und jeglicher Fortschritt wird unterbunden.

Wie Ihr selber darauf reagiert kann nicht gesagt werden, da jeder anders darauf reagiert.

Wie werde ich die oben genannten Beispiele los?

Hier können wir erst mal Tipps geben, die dabei helfen können ein Umdenken anzuregen. Über dieses Umdenken kann dann eine Veränderung tief in Euch drin wirken.

Was kann man machen, wenn man die Arbeit mit nach Hause nimmt?

  1. Zunächst einmal tief durchatmen und überlegt, warum Ihr den Punkt (denn oftmals ist es nicht viel was man mitgenommen hat) nicht los wird oder los geworden ist.
  2. Wenn es mehrere Punkte sind, dann versucht zu priorisieren, aber haltet es bitte einfach.
  3. Wenn es Sachen sind, über die Ihr reden könnt, dann redet darüber (mit Eurem Lebenspartner, einem Freund oder ggf. Eurem Tier 😉 )
  4. Bei Punkten, über die Ihr nicht reden könnt (Beispielsweise bei Geschäftsgeheimnissen) könnt Ihr folgende Technik recht gut nutzen
    1. Schließt die Augen und stellt Euch die Situation, die zu diesem störenden Punkt, den Ihr mit nach Hause genommen habt, möglichst lebhaft vor und begebt Euch in diese Situation hinein. Was habt Ihr gesehen? Was habt Ihr gehört? Was habt Ihr gefühlt?
    2. Während Ihr in dieser Situation seit, beobachtet, was in Eurem Körper passiert und atmet tief ein und aus.
    3. Lasst nun vor Eurem geistigen Auge mit jedem Ausatmen diese Scene verblassen, als ob Ihr jedes Mal beim einatmen klare, reine Luft einatmet und dieses Problem ausatmet
    4. Macht das so lange, bis diese Scene voll und ganz verschwunden ist
    5. Atmet noch ein paarmal tief durch und kommt wieder zurück ins hier und jetzt

Bonustipp: Der einfachste und offensichtlichste Tipp kommt hier am Schluss nochmal: Einfach nichts mit nach Hause nehmen. Wie man da vorgehen kann? Nun, hier kann viel aus dem Beitrag Türchen 17 – Zeit für Entspannung (insbesondere Punkt 2).

Was kann ich tun, wenn mir die Vergangenheit keinen Frieden lässt?

Die Beantwortung dieser Frage ist so banal, dass sie einer Erklärung bedarf … aber hier erst mal die Antwort:

Lasst die Vergangenheit einfach Vergangenheit sein.

Wie schon angekündigt muss es erklärt werden.

Nach meiner Auffassung hat die Vergangenheit die Aufgabe, dass wir aus ihr lernen können. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Vergangenheit ist ja vergangen und sie lässt sich (zumindest nach aktuellem Stand der Technik) nicht ändern.
Das ist aber auch gut so, denn wer sagt, dass wir noch leben würden, wenn die Vergangenheit ändern würden? Da wir leben ist alles so gelaufen, wie es sollte. Im Beitrag Lebensfreude – Die Freude am Leben als Prozess habe ich ein Beispiel geschrieben, was alles nötig war, dass ich hier diese Beiträge schreiben kann.

Versucht hier einen Perspektivenwechsel und über kurz oder lang könnt Ihr die Vergangenheit einfach Vergangenheit sein lassen. Denn, wie heißt es so schön:

Hinfallen, Krone richten, aufstehen, weiter machen.

Ich habe Angst vor der Zukunft … was kann ich tun?

Hier muss als Antwort immer eine zunächst eine Gegenfrage gestellt werden:

„Tust Du dein Bestes um das zu erreichen, was Du willst?“ (Meistens lautet die Antwort übrigens „Ja klar!“)

Dann brauchst Du keine Angst vor der Zukunft zu haben, denn Du tust ja Dein Bestes. Du tust das, was in Deiner Macht steht um die Zukunft zu beeinflussen. Wenn Du wirklich Dein Bestes tust und davon überzeugt bist, dass Du das erreichen kannst, was Du Dir vorgenommen hast … ja dann brauchst Du Dir doch keine Sorgen machen.

In Die Zukunft sehen kann niemand, dazu gibt es zu viele Variablen. Eine kleine Rechnung macht deutlich, was gemeint ist:

Nehmen wir an, dass Du auf Deinem Weg immer mal wieder Entscheidungen treffen musst. Nehmen wir weiterhin an, dass es jeweils nur zwei Möglichkeiten gibt, wie Du Dich entscheiden kannst (wie eine Weggabelung). Wenn nun egal wo Du lang gehst immer gleich viele Entscheidungen getroffen werden müssen, dann gibt es nach diesen zehn Entscheidungen bereits 1024 mögliche Varianten, was herauskommen kann. Bitte bedenke dabei, dass das nur Deine Entscheidungen waren. Nimmt man die Entscheidungen der anderen Menschen hinzu, so kommt man auf weitaus mehr mögliche Szenarien, die passiert hätten sein können.


Warum haben wir Angst vor der Zukunft?

Diese Frage ich mir oft gestellt. Warum haben wir Angst, wenn wir an die Zukunft denken?

Beleuchten wir einmal die verschiedenen Gründe etwas näher und betrachten, wo ggf. eine etwas andere Überlegung helfen kann:

  1. Ich weiß nicht ob mein Vorhaben Erfolg hat!
    • Dies weiß man leider nie. Aber wenn man es nicht probiert, dann scheitert man in jedem Fall.
  2. Ich habe zu hohe Erwartungen an mich!
    • Wirklich? Nun das ist doch super. Das ist die beste Voraussetzung, dass ein Projekt in Zukunft erfolgreich wird.
  3. Ich werde den Erwartungen nicht gerecht!
    • Welchen Erwartungen wirst Du nicht gerecht? Deinen eigenen? Nun, dann schau Dir nochmal Punkt 2. an. Wenn Du die Erwartungen der Anderen meinst, dann versuche Dich bitte von diesem Gedanken zu lösen. Die ‚Anderen‘ leben ja Ihr eigenes Leben und Du lebst Deins. Es reicht völlig aus, wenn Du mit Deinen Erwartungen zu tun hast.
  4. Ich glaube, dass ich das nicht schaffe
    • Wie bei so vielen Punkten muss hier die Frage sein: Warum? Niemand kann eine Garantie geben, dass etwas geht oder nicht geht. Wichtig zu wissen ist, dass:

      Die einzigen Grenzen sind die, die wir in unserem Kopf ziehen.

    • Oder wie Henry Ford sagte:

      Ganz gleich, ob sie denken sie können etwas oder sie können es nicht, sie haben recht.

      Gerne können wir dieses Thema mal besprechen, da ist dieser Beitrag aber zu kurz für. Dazu vereinbart doch bitte einen Termin unter Online-Terminbuchung oder schreibt uns an über Kontakt.


Was kann ich tun, damit ich mal abschalten und loslassen kann?

Das Einfachste ist, dass man sich einfach mal die Ruhe gönnt und entspannen kann. Einfach mal an nichts denken. Hier hilft eine geführte Meditation, wie ich sie unter Türchen 17 – Zeit für Entspannung schon mal gepostet habe (am Ende des Beitrags).

Gerne sind wir auch hierbei behilflich einmal Klarheit und Struktur in den Alltag zu bringen, damit man mit deutlich weniger Ballast durch das Leben laufen kann. Schreibt uns hierzu gerne an: Psychologische Beratung und wir vereinbaren einen unverbindlichen Termin.


Fortsetzung folgt …

Solltet Ihr weitere Fragen haben, so scheut Euch nicht uns zu kontaktieren unter: Kontakt

 

Bis dahin wünschen wir Euch eine schöne Woche

Jens und Kristina

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Jens Rhinow

Heilpraktiker für Psychotherapie bei Beratungspraxis Rhinow
Mein Anliegen sind die Menschen. Die Menschen als Ganzes. Jeder Mensch hat individuelle Schwierigkeiten mit seinem Leben, aber er bleibt ein Mensch, der ein Recht darauf hat glücklich zu sein und zufrieden zu leben. Das ist mein Ziel, was ich allen Klienten näher bringen möchte.
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